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Nachdem die Jungs von Naughty Dog auf der PS1 mit den Crash Bandicoot Spielen ihr unglaubliches Talent schon bewiesen hatten, schalteten sie auf der PS2 noch einen Gang höher. Crash war mittlerweile Geschichte, die Helden des neuen Jahrtausends hießen Jak und Daxter.

Jak , dass war ein draufgängerischer Junge (mit verrückter Frisur), der eine Vorliebe für schnelle Fahrzeuge hatte. Daxter war sein bester Freund. Beide betreten am Anfang des Spiels entgegen dem Willen von Samos, dem grünen Weisen, die Insel Misty Island. Dort angekommen entdecken sie eine bevorstehende Invasion der Lurker. Bei der darauffolgenden Flucht fällt Daxter in eine Flüssigkeit, genannt “Dunkles Eco”. Dadurch wird er in ein kleines, haariges, orangefarbenes Tier verwandelt, genannt Ottsel (halb Otter, halb Wiesel). In dem nun folgenden Abenteuer, welches sich über 13 Level erstreckt, machen sich die 2 Freunde auf den Weg, um Daxters Verwandlung rückgängig zu machen. Dabei kommen sie einer Verschwörung auf die Spur und müssen am Ende die alten Weisen ihrer Welt retten.

Es kommt zu keiner Zeit auch nur der Hauch von Langeweile auf. Man rennt, hüpft, klettert, fährt und kämpft sich durch die farbenfrohen und abwechslungsreichen Gebiete und durchquert dabei Dschungel-, Eis-, Vulkan-, Höhlen- und Unterwasserareale. Man trifft auf die verschiedensten Figuren, für die kleine Aufträge zu erledigen sind. Spaßige Minispiele sind oft die Folge und für eine bestandene Aufgabe gibt es zur Belohnung Energiezellen. Diese Zellen sind zentraler Bestandteil des Spiels. Ich hatte nicht eher Ruhe, bis sich alle 101 Zellen in meinem Besitz befanden, denn nur mit der vollen Anzahl an Zellen kann man am Ende des Spiels ein großes Tor öffnen, was dann wiederum einen Cliffhanger zum Nachfolgespiel bereithält. Neben den Power Zellen ist auch das Eco im Spiel sehr wichtig. Eco, so werden die Substanzen genannt, die Jak verändern können und ihm verschiedene Kräfte verleihen. Das grüne Eco etwa verbessert die Gesundheit, das Blaue die Geschwindigkeit, usw. Insgesamt gibt es 6 verschiedene Arten von Eco.

Wie in Crash Bandicoot bilden auch in diesem Spiel die Bossgegner den Abschluss der jeweiligen Levels. Besiegte Bosse hinterlassen dann die schon erwähnten Energiezellen, von denen man immer eine Mindestanzahl braucht, um den nächsten Abschnitt erreichen zu können.

Für mich war neben den witzigen und sympathischen Figuren vor allem das tadellose Gameplay und die unglaubliche Technik überzeugend. Das Spiel stellte sich in Echtzeit-3D dar. Alle Level hingen direkt miteinander zusammen, es handelte sich um eine ganze riesige Welt, und nicht einfach nur um wahllos aneinandergereihte Levels. Es gab keinerlei Ladezeiten und die Weitsicht war phänomenal. Man konnte schon in weiter Ferne spätere Levelabschnitte erkennen. Auch gab es einen Tag- und Nachtwechsel, der die Atmosphäre des Spiels nochmals steigerte. Diese technische Perfektion forderte natürlich seinen Tribut, gelegentliches Tearing konnte man nicht übersehen, fiel aber nicht groß ins Gewicht.

Die Videosequenzen mit den witzigen Sprüchen von Daxter sind übrigens alleine schon ausreichend, um sich das Spiel zuzulegen. Auch toll sind die kleinen Animationen. Wenn Jak zum Beispiel tot umfällt, versucht Daxter ihn wiederzubeleben. Oder wenn Jak (mit Daxter auf seiner Schulter) zu weit hinausschwimmt, kommt ein großer Fisch und frisst ihn einfach auf, begleitet von einer Melodie, die an “Der weiße Hai” erinnert. In diesem Spiel steckt einfach soviel Liebe zum Detail, da hätten andere Entwickler 4-5 Spiele draus gemacht.

Auch wenn mich die zahlreichen Nintendofans für die folgende Aussage wohl am liebsten am nächsten Baum aufhängen würden. Für mich ist Jak and Daxter -The Precursor Legacy das beste und lustigste Jump n Run aller Zeiten.

 

 



Bewertung: cool!

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